Aktivitäten

Publikation

Gutekunst, M., & Hess, S. (2024). Politics of reversal: Dangerous convergences of gender and race in migration and feminist politics. Berliner Blätter88, 59–77. https://doi.org/10.18452/27999

https://www.berliner-blaetter.de/index.php/blaetter/article/view/1154

Vorträge

23. Oktober 2024

The Mis/use of Cultural Difference: Kultur als Konfliktfeld feministischer Praxis in der postmigrantischen Gesellschaft

Miriam Gutekunst

Der Vortrag zeigt am Beispiel feministischen Engagements gegen ‚Zwangsheirat‘ und ‚FGM-C‘ die Gefahren einer Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Strategien, mit den daraus entstehenden Ambivalenzen in der Praxis umzugehen.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Kunst – Forschung – Geschlecht

7. Februar 2025

Kulturelle Differenz als Konfliktfeld: Aushandlungen in feministischen Initiativen der postmigrantischen Gesellschaft

Miriam Gutekunst

Im Rahmen der Ringvorlesung „Gendergraphien XVI“

Institut für Soziologie und Gender Studies, Ludwig-Maximilians-Universität München

https://www.gender.soziologie.uni-muenchen.de/gendergraphien/gendergraphien_xvi/index.html

7. Juli 2025

‚Frauenschutz‘ als rechtspopulistische Diskursstrategie: Rhetoriken – Effekte – Gegenstrategien

Miriam Gutekunst

Im Rahmen der DGEKW Ringvorlesung Rechtpopulismus  – quo vadis? – Expertisen, Fragestellungen und Forschungsansätze aus  der Empirischen Kulturwissenschaft/Europäischen  Ethnologie/Kulturanthropologie

Vortragsreihe im Sommersemester 2025, montags, 18-20 Uhr  

Vorträge per Zoom, der Zoom-Link wird noch bekannt gegeben

Veranstaltungen

9. Juni 2023

Panel „Uncertain gender? Affects and gender politics in current social movements“

Miriam Gutekunst zus. mit Begonya Enguix-Grau und Alexandra Rau

16. Kongress der SIEF (Internationale Gesellschaft für Ethnologie und Folklore), 9.6.2023, Brno, Tschechien

https://nomadit.co.uk/conference/sief2023/p/12658

23. bis 25. November 2023

Konferenz „Mapping Gender Struggles: Geschlecht als Konfliktfeld sozialer Bewegungen“

Leitung: Agnieszka Balcerzak, Birgit Erbe, Miriam Gutekunst und Alexandra Rau

Internationale Konferenz und 18. Arbeitstagung der Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung der DGEKW (Institut für EKWEE, LMU & Frauenakademie München e.V.), München

https://mappinggenderstruggles.com

28. März 2025

Fachtagung „Kultur als Konfliktfeld: Herausforderungen einer feministisch-intersektionalen Praxis im Kontext von FGM-C und ‚Zwangsheirat‘“

Miriam Gutekunst

Die Thematisierung von ‚weiblicher Genitalbeschneidung‘ (FGM-C = Female Genital Mutilation-Cutting) oder ‚Zwangsheirat‘ geht in der Migrationsgesellschaft immer mit der Gefahr einher, für rassistische und migrationsfeindliche Zwecke instrumentalisiert zu werden. Im öffentlichen Diskurs werden FGM-C und ‚Zwangsheirat‘ zumeist ausschließlich auf kulturelle Unterschiede zurückgeführt und damit als Beleg für die vermeintliche ‚Rückständigkeit‘ der ‚migrantisch Anderen‘ herangezogen. Für feministische Vereine und Organisationen, die im Kontext von FGM-C und ‚Zwangsheirat‘ aktiv sind, handelt es sich dabei jedoch um wichtige Themen in der Bekämpfung von Gewalt gegen migrantische und geflüchtete Mädchen* und Frauen*. Verfolgen sie den Anspruch sowohl geschlechtsspezifische Gewalt als auch Rassismus zu adressieren, stehen sie vor besonderen Herausforderungen und Dilemmata.  Diese sind Ausgangspunkt der Fachtagung, die zum Ziel hat, wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertise aus der Praxis in diesem Feld in Dialog zu bringen und gemeinsam über Strategien und Lösungsansätze nachzudenken.

Mit: Isabelle Ihring (Evangelische Hochschule Freiburg), Fadumo Korn & Mathilda Legitimus-Schleicher (Nala e.V., Frankfurt a.M./München), Najwa Duzdar & Mona Aglan (Orient Express e.V., Wien), Idil Gogus (DaMigra e.V., Halle/Saale), Rahma Abdi, Grace Karisa & Tanja Sachs (IMMA e.V., München)

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität München // Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie

Download Programm PDF

Die Fachtagung ist Teil des von der DFG-geförderten Forschungsprojekts „Ambivalentes Geschlechterwissen: Aushandlungen kultureller Differenz in feministischen Initiativen der postmigrantischen Gesellschaft“, das an der LMU München angesiedelt ist: https://www.ekwee.uni-muenchen.de/personen/mitarbeiter/gutekunst/aktuelle-forschung/index.html

11. September 2025

Workshop „Wo stehen wir? Feministisch forschen in autoritären Zeiten“

Organisation: Dr. Miriam Gutekunst (Gastprofessur für intersektionale Geschlechterforschung, Leuphana Universität Lüneburg) und Dr. Julia Böcker (Institut für Soziologie und Kulturorganisation, Leuphana Universität Lüneburg)

Wir leben in einer Zeit, die von Polarisierungen, rechtem Kulturkampf und autoritären Kräften geprägt ist. Ein ständiger Positionierungsdruck und die Gefahr der Instrumentalisierung der eigenen Forschung, Wissenschaftsfeindlichkeit und finanzielle Kürzungen sowie antifeministische und rassistische Gewalt prägen den Alltag vieler Kolleg*innen in der Geschlechterforschung und anderen machtkritischen Forschungsbereichen. Welche Effekte haben diese bedrohlichen Entwicklungen auf unsere Forschungspraxis und unsere Selbstverständnisse? Welche Widerstandskräfte formieren sich? Was bedeutet es heute, ‚feministisch‘ zu forschen? Wie gestaltet sich dabei das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik? Und wer ist eigentlich ‚wir‘?

Am Beispiel konkreter empirischer Forschungsprojekte wollen wir im Workshop über diese Fragen nachdenken, an die Geschichte feministischer Methodologie(n) und aktuelle Debatten anknüpfen und eine Reaktualisierung feministischer Forschungsparadigmen wagen.

In Kooperation mit AK Care & Reproduktion des Center for Critical Studies (CCS), dem Netzwerk für Geschlechter- und Diversitätsforschung der Leuphana Universität und der Kommission Geschlechterforschung und Queere Anthropologie (DGEKW).

Ort: Leuphana Universität Lüneburg

Format: Eine Woche vor der Veranstaltung werden kurze Arbeitspapiere der Referent*innen zur Lektüre an alle verschickt.

Programm

10.00 – 10.45 Uhr: Einführung mit Julia Böcker & Miriam Gutekunst

10.45 – 11.30 Uhr: Malin Hocke „Through the eyes of a midnight ballerina: Strippen als auto/ethnographische Forschungspraxis. Eine Projektskizze“

11.30 – 11.45 Uhr: Kaffeepause

11.45 – 12.30 Uhr: Miriam Gutekunst „Von der (Un-)Möglichkeit Position zu beziehen: Forschen in politisch kontroversen feministischen Feldern“

12.30 – 13.15 Uhr: Meryem Choukri „Forschung in den eigenen Reihen: Machtverhältnisse und ethische Fragen in der Arbeit mit Archiven von Feminist*innen of Colour“

13.15 – 14.15 Uhr Mittagspause

14.15 – 15.00 Uhr: Ananya Mehra „Radikal zuhören und fragmentarisch schreiben: Zivilgesellschaftliche Bündnispraxis im Kontext von Konflikt, Dissens und Diskursmacht“

15.00 – 15.45 Uhr: Liza Mattutat „Das philosophische ‚Ich‘: (Auto-)fiktionales Schreiben in der Theoriebildung“

15.45 – 16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00 – 17.00 Uhr: Abschlussdiskussion mit Juliane Ewler, Muriel Fauth & Jannik Meinicke

4. Dezember 2025

Workshop „The Ambivalent Politics of ‘Protection’: Feminist Struggles in Right-Wing Times“

Organization: Dr. Miriam Gutekunst (Ludwig-Maximilians-University Munich) & Prof. Dr. Radha Hegde (New York University) // LMU-NYU Research Cooperation Program

The political demand for ‘protection’, along with calls for security and control, lies at the heart of right-wing populist discourse. Thereby, the defense of a culturally defined nation becomes inseparable from the proclaimed ‘protection’ of women. Across the world, the protection of minoritized populations from violence has likewise been a central concern of feminist movements. Yet feminist struggles have always reached far beyond mere ‘protection’: they advocate self-determination, education and prevention, social justice, and peace – values that directly challenge right-wing agendas.

Against the backdrop of the current right-wing times, this workshop explores how the notion of ‘protection’ is shaped and contested in the U.S. and the European context in different political fields. How does the racist and anti-migration instrumentalization of ‘protection’ of women affect current feminist struggles? What strategies have they developed to resist such co-optation? To what extent can anti-racist and decolonial approaches shape a transnational feminist response that bridges the worlds of academia and activism?

Program

Location: Ludwig-Maximilians-University, Pettenkoferstr. 12 // D024, 80336 Munich

10.00 – 10.30

Welcome and Introduction | Miriam Gutekunst (LMU)

Framing Comments | Radha S. Hegde (NYU)

10.30 – 12.00: ‘Protection’ as (Feminist) Political Strategy?!

Moderation and Comments: Ananya Mehra | LMU

Miriam Gutekunst (LMU): The instrumentalization of ‘women’s protection’ and feminist counter strategies in the post migrant society

Mona Aglan (Orient Express e.V., Vienna [AT]): A report on intersectional feminist struggles of and for migrant women in Austria

12.00 – 14.00 Lunch

14.00 – 15.30 Intersectional Feminist Activism in the U.S.

Moderation and Comments: Radha S. Hegde (NYU)

Navneet Bhalla (Manavi, New Jersey [USA])

Yin Quan (Red Canary Song, New York [USA])

15.30 – 16.00: Break

16.00 – 17.00: ‘Protection’ as a State Policy in the Context of Labor Migration

Moderation and Comments: Valentina Moraru (LMU) 

Haneul Lee (NYU): Film “A Letter to the Letter” (2024, 10min): Presentation and Discussion

17.00 – 18.00: Building Bridges: Academia and Activism in Dialogue

Final Comments: Gabriella Etmektsoglou (NYU Berlin)

Open discussion

Wrap up: Miriam Gutekunst and Radha S. Hegde

18.30: Dinner